Presseerklärung

Saarlouis, den 6.12.2015

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) steht dem Vorschlag des Vereins Miteinander Leben Lernen (MLL), Förderschulen Lehrerstellen aufgrund von personellen Engpässen im Bereich der Inklusion wegzunehmen,äußerst kritisch gegenüber. Dies stellt keinen konstruktiven Beitrag zur Lösung des Problems dar, sondern spielt die Systeme gegeneinander aus.

Im Saarland haben Eltern behinderter Kinder berechtigterweise und aus gutem Grund das Recht, zwischen einer Förderschule und einer Regelschule zu wählen. Der SLLV steht zu den Förderschulen und hinter den Eltern und setzt sich für den Bestand des Wahlrechts ein.

Dem Personalmangel in der Inklusion kann nur mit zusätzlichen Lehrerstellen begegnet werden. „Der SLLV fordert für jede Klasse, die inklusiv unterrichtet wird, einen Sonderpägagogen“, so die Stellvertretende Vorsitzende des SLLV, Michaela Günther. Inzwischen gebe es im Saarland zunehmend mehr ausgebildete Förderschullehrer. Das Argument, mehr Stellen können nicht besetzt werden, sei nicht mehr haltbar.

Darüber hinaus warnt Günther davor, die Herausforderungen, die die Inklusion und die Integration von Flüchtlingskindern mit sich bringen, miteinander zu vermengen, wie vom MLL gefordert. Aus beiden Bereichen ergeben sich ganz spezifische und unterschiedliche Bedarfe, denen man professionell begegnen müsse.

 

 

Presseerklärung

Saarlouis, den 2.12.2015

 Professionalisierung durch Fortbildung   – nur ein Baustein für gute Schulleitung

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) begrüßt grundsätzlich die Ankündigung von Bildungsminister Commerçon, professionelle Fort-bildungsprogramme für Schulleitungen anzubieten, Der Grundstein für eine neue Schulkultur sei aber alleine dadurch noch nicht gelegt.

Um Schule ganzheitlich positiv weiterzuentwickeln zu können, muss die Landesregierung endlich die Rahmenbedingungen für Schulleitungen verbessern. Diesen müsse man auch das nötige Zeitkontingent geben, um Schule zu entwickeln und qualitativ zu führen, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch. Die Unterrichtsverpflichtung der SchulleiterInnen muss daher dringend abgesenkt werden. Außerdem brauchen alle Schulen einen Konrektor, unabhängig von der Schülerzahl.