SLLV fordert attraktive Arbeitsverhältnisse zur Deckung des Lehrerbedarfs

Saarlouis, den 08.01.16

Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) unterstützt die Forderungen von Bildungsminister Commerçon, wegen des Flüchtlingszustroms weitere Lehrerinnen und Lehrer einzustellen.

Er stellt in diesem Zusammenhang klar, dass es bereits jetzt nicht mehr für alle Schulformen gelingt, die dafür spezifisch ausgebildeten Pädagogen einzustellen. So müsse man sich mit Kandidaten aus anderen Schulformen behelfen, die zum Teil noch nicht voll ausgebildet sind. Diese Behelfslösung ist längerfristig nicht tragbar. „Für die speziellen Anforderungen der einzelnen Schulformen brauchen wir die für die jeweiligen Schulformen ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer!“, so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Deshalb fordert der SLLV nochmals eindringlich, allen Lehrerinnen und Lehrern von Anfang an die volle Eingangsbesoldung zu bezahlen und ihnen feste Planstellen statt unattraktiven Zeitverträgen anzubieten. Nur so könne es gelingen, dass das Saarland im bundesweiten Wettbewerb um ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer nicht abgehängt wird.

Der Verband bekräftigt in diesem Zusammenhang außerdem seine Forderung, mehr Sozialarbeiter einzustellen, um den oft traumatisierten Flüchtlingskindern angemessen helfen zu können.

SLLV fordert Gutschein statt Schulbuchausleihe

Saarlouis, den 5.01.2016

Im Zusammenhang mit der Kritik an den Änderungen bei der Schulbuchausleihe schlägt der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) nochmals vor, ein Gutscheinsystem statt der Schulbuchausleihe zu überdenken.

Demnach solle jedem Schüler ein bestimmtes Budget zur Verfügung gestellt werden.

So könne viel besser auf die individuellen Bedürfnisse der einzelnen Schülerinnen und Schüler im inklusiven System eingegangen werden.

Außerdem stelle die Schulbuchausleihe für die Schulträger einen hohen Verwaltungsaufwand dar. Die frei werdenden Kapazitäten könnten für die Unterstützung der Schulen sinnvoller genutzt werden.