Stärkung der Gemeinschaftsschule statt neuer Strukturdiskussion!

Saarlouis, den 18.01.2017

 Mit dem Vorstoß der SPD auch an Gymnasien G 9 wieder einführen zu wollen, gefährdet die Partei nach Auffassung des Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes den Schulfrieden. Statt einer kostenintensiven Strukturdebatte sei es dringend erforderlich, die Gemeinschaftsschule endlich personell und sachlich so auszustatten, dass sie bei der Schulwahl von Eltern als echte Alternative zum Gymnasium wahrgenommen werde. Dies habe der Verband immer wieder gefordert.

Schülerinnen und Schüler legen an allen Schulformen das gleiche Zentralabitur ab. „Commerçon schürt mit seinem Vorstoß die landläufige Meinung, dass nur an Gymnasien ein richtiges Abitur abgelegt werden kann,“ so die Landesvorsitzende Lisa Brausch.

Die SPD verabschiedet sich aus wahlkampftaktischen Gründen von dem sich auf einem guten Weg befindenden Zwei-Säulen-Modell in der Sekundarstufe, welches sie bislang selbst immer als den richtigen Weg ansah. Die qualitativ hochwertige Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an den Gemeinschaftsschulen wird nach Auffassung des Verbandes durch diesen Vorstoß mit Füßen getreten!

 

Generalversammlung des Kreisverbandes St. Wendel

                      Saarländischer Lehrerinnen- und

                                       Lehrerverband    

                                        SLLV im VBE  

                              Kreisverband  St. Wendel

An die Mitglieder des

SLLV – Kreisverbandes

St. Wendel

Einladung zur Generalversammlung

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

zur Generalversammlung des Kreisverbandes St. Wendel lade ich alle Mitglieder herzlich ein.

 

Termin:   Dienstag, 14. März   2017

 Zeit:         16.00 Uhr

 Ort:          St. Wendel, Wendelinushof  (Seminarraum), Ostertalstraße

Tagesordnung

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Gedenken an die verstorbenen Mitglieder
  3. Feststellung der Beschlussfähigkeit
  4. Annahme der Tagesordnung und der Geschäftsordnung
  5. Bericht des Kreisvorsitzenden
  6. Referat der Landesvorsitzenden zu aktuellen schul- und gewerkschaftspolitischen Themen
  7. Ehrung der Jubilare
  8. Kassen- und Kassenprüfbericht
  9. Entlastung des Vorstandes
  10. Wahl eines Versammlungsleiters
  11. Neuwahl des Vorstandes
  12. Wahl der Kassenprüfer/-innen
  13. Wahl der Delegierten für die Vertreterversammlung
  14. Beschlussfassung über vorliegende Anträge
  15. Verschiedenes
  16. Schlusswort

 

Anträge an die Generalversammlung richten Sie bitte bis zum 07. März 2017  an den Kreis-vorsitzenden.

Im Anschluss an die Generalversammlung lädt Sie der Kreisverband zu Kaffee und Kuchen ein.

 

Mit freundlichen Grüßen

Peter Weber                                                                                      Daniela Biehl

Kreisvorsitzender                                                                          Schriftführerin

„ Neujahrsfrühstück “

SAARLÄNDISCHER  LEHRERINNEN-  UND  LEHRERVERBAND

  • SLLV IM VBE –


  Der SLLV-KV St.Wendel lädt alle interessierten Kolleginnen

 und Kollegen des Kreisverbandes zum Beginn des Jahres 2017

                                      ein zu einem   

                                                                                                                      

     „ Neujahrsfrühstück “

 

 

           Sie möchten frühstücken ?

           Sie möchten sich unterhalten ?

           Sie haben Fragen ?

 

 

Termin:         Samstag, 21. Januar 2017, 9.30 Uhr

 

Ort:                St. Wendel,

                      Café-Restaurant Luise, Fruchtmarkt  5-9  

 

Kosten:         0,- € für Mitglieder

                      5,- € für Nichtmitglieder                                

 

Anmeldung:  ab 02.01.17 bis spätestens 18. Januar 2017

                       bei Gerhard Alles   Tel.: 06852-6149 oder

                       e-mail: gerhardalles@aol.com

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Peter Weber

Gerhard Alles

Wir kreiden an – jetzt geht die „Post“ ab!

 

   

Moni Greiveldinger                                           Wiebke L´Hoste

Landessprecherin des                                   Stv. Landessprecherin des Jungen SLLV                                                       Jungen SLLV

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,                                                            

zunächst möchten wir Ihnen und Ihren Familien ein gutes und gesundes Jahr 2017 wünschen. Wir hoffen, Sie hatten einen angenehmen Jahreswechsel und starten gestärkt in die zweite Hälfte des Schuljahres!

Es ist Brauch, im Moment des Jahreswechsels mit Hilfe explosiver Mischungen die bösen Geister zu vertreiben. Jedoch gelingt dies leider nicht immer! Trotz hochexplosiver Stimmungen seitens der Lehrerschaft verpufft das Feuerwerk der Beschwerden vor den Türen des Ministeriums.

Nur ein wohldurchdachtes Schulsystem – mit den entsprechenden Rahmenbedingungen –  ist ein gesundes Schulsystem. Die Bewerberlisten mancher Schulformen sind leer, weil sich Junglehrerinnen und Junglehrer in anderen Bundesländern besser aufgehoben fühlen. Kolleginnen und Kollegen an saarländischen Schulen zeigen sich zunehmend frustriert, überfordert und alleingelassen. Auch wenn das Bildungsministerium mit der geplanten und vom SLLV immer wieder geforderten Rücknahme der gekürzten Eingangsbesoldung einen Schritt in die richtige Richtung aufzeigt, ist der Start ins saarländische Schulsystem für Junglehrerinnen und Junglehrer nicht wirklich einladend.

„Gut Ding braucht Weile…“ Bildungsminister Commerҫon spricht immerzu von Geduld und Zeit, die man der Inklusion und ihrer Umsetzung entgegenbringen muss. Wenn Zeit ein so wichtiger Faktor für das Gelingen der Inklusion ist, dann sollte sie doch in erster Linie den Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehen! Sie wird gebraucht, sowohl innerhalb des Unterrichts für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern, als auch außerhalb des Unterrichtsgeschehens für die Vielzahl an Beratungen, für den Austausch und für die Anfertigung zahlreicher Dokumentationen und anderer bürokratischer Verpflichtungen.

Immer wieder stehen Lehrkräfte vor der nahezu unlösbaren Herausforderung, sich in 29 gleichgroße Teile aufzuspalten, um jedem Kind in der Klasse gerecht zu werden. Die Schülerzahl innerhalb der Klassen ist deutlich zu groß für individuelles Unterrichten! Deshalb muss die Klassengröße deutlich reduziert und im besten Fall eine Doppelbesetzung in jeder Klasse geschaffen werden! Momentan erledigen die Kolleginnen und Kollegen ihre vielfältigen Aufgaben in ihren Pausen, Freistunden und sind oft noch Stunden nach Unterrichtsende im Schulgebäude tätig. Anders ist es auch nicht zu bewerkstelligen! Das beweist doch längst, dass die Umsetzung der Inklusion keine Frage der Haltung ist. Welche Zeit benötigt unser Bildungsminister noch, um festzustellen, dass es so nicht weitergeht?!?

Jetzt geht die Post ab! Wir bieten den „Dämonen“ des alten Jahres die Stirn! Deshalb führt der Junge SLLV eine Postkartenaktion durch. Die Karten liegen diesem Schreiben bei. Vielleicht versteht unser Bildungsminister erst dann, wenn er massenweise Postkarten in seinen Händen hält, dass es sich bei der Flut an Beschwerden um die verärgerten Stimmen der Lehrerinnen und Lehrern handelt und die Verzweiflung kein Ammenmärchen des SLLV ist. In den Schulen herrscht Handlungsbedarf, weil die Lehrkräfte unter diesen Rahmenbedingungen nicht mehr lange durchhalten.

Der Junge SLLV kreidet eine zu hohe Unterrichtsverpflichtung, eine immerzu steigende Arbeitsbelastung ohne Entlastung, eine mangelnde Unterstützung bei der Inklusion, zu wenige Lehrinnen und Lehrer für die individuelle Förderung und zu große Klassen an. Ergänzen Sie gerne noch eigene Punkte auf Ihrer Karte und gestalten Sie Ihren Gruß an Herrn Commerҫon so, wie Sie es für richtig empfinden. Wichtig ist, dass unser Bildungsminister möglichst viele Karten erhält. Wir kämpfen gemeinsam für ein funktionierendes Bildungskonzept. Dazu fordern wir Rahmenbedingungen, die eine Umsetzung der Inklusion realistisch machen!
Beteiligen Sie sich und schicken Sie unserem Bildungsminister doch mal eine Karte!


Moni Greiveldinger                                                  Wiebke L´Hoste

(Landessprecherin des                                        (Stv. Landessprecherin des Jungen SLLV)                                                             Jungen SLLV)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=46779

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=46793

http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=46700&startvid=2

Aktueller Bericht

 

Gewalt gegen Lehrkräfte – kein Kavaliersdelikt!

Gewalt gegen Lehrkräfte – kein Kavaliersdelikt!

Die vom VBE in Auftrag gegebene repräsentative forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte“ hat es zutage gebracht. Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer berichten über physische und psychische Angriffe.  Jede vierte Lehrkraft war bereits psychischen Angriffen ausgesetzt und sechs Prozent der Lehrkräfte haben bereits einen körperlichen Angriff selbst erlebt.

Auch dem SLLV sind Vorgänge bekannt, bei denen Kolleginnen und Kollegen bedroht, angegriffen oder beleidigt wurden.  Des Weiteren wird Cybermobbing ein immer größeres Problem. Oftmals trauen die Betroffenen sich nicht, die Vorfälle zu offenbaren. Sie zweifeln an ihrer Kompetenz und suchen den Fehler bei sich. Dies kann und darf nicht sein!

Insofern können die Forderungen des VBE als Konsequenz der Umfrageergebnisse nur unterstützt werden. Die Enttabuisierung des Themas, die Dokumentation aller Vorfälle, aber zu alleroberst die volle Unterstützung des Dienstherrn sind unablässig!  Es müssen klare Strukturen entwickelt werden, an wen sich die Betroffenen wenden können und was nach einem Übergriff zu tun ist. Außerdem muss auch in diesem Zusammenhang nochmals die Forderung nach multiprofessionellen Teams genannt werden. Diese können direkt vor Ort zur Prävention und Deeskalation beitragen. Auch die Vermittlung von Medienkompetenz ist unablässig, damit Schülerinnen und Schülern ein Unrechtsbewusstsein für Cybermobbing entwickeln können.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft kündigte eine Bundesratsinitiative zur Strafverschärfung bei Gewalt gegen Landesbedienstete an. Dazu soll das Strafgesetzbuch erweitert werden, damit schon Beleidigungen und Bedrohungen geahndet werden können. Ein richtiger, längst überfälliger Schritt! Wehret den Anfängen!

Wichtig ist jetzt, dass diese Initiative nun eine möglichst breite Unterstützung in den Ländern findet. Deshalb wird der SLLV die Ministerpräsidentin bitten, ebenfalls für die geplante Strafverschärfung einzutreten.

Allerdings Strafverschärfung alleine ist zu kurz gesprungen. Es muss ein gesellschaftlicher Konsens zu mehr Respekt im Umgang miteinander erfolgen, damit nicht nur die Rechte von Lehrern, Polizisten und Zugbegleitern sondern aller Mitmenschen gewahrt werden.

Dazu gehört auch, dass wir in unseren Schulen verstärkt die Eltern in ihrer Vorbildfunktion mit ins Boot nehmen und dies thematisieren!

Ich wünsche Ihnen allen ein friedvolles Weihnachtsfest und für das Jahr 2017 vor allem Gesundheit!

Ihre
Lisa Brausch

Links zu diesem Thema:

Verband fordert härtere Strafen für Gewalt gegen Lehrer | mobil.saarbruecker-zeitung.de: http://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/mehr_straftaten_schulen100.html

 Verband fordert härtere Strafen für Gewalt gegen Lehrer | mobil.saarbruecker-zeitung.de: http://mobil.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saarbruecken/Saarbruecken-City-Saarbruecken-Gewalt-Lehrer-Verbaende;art446398,6342687