Generationswechsel beim Kreisverband Saarpfalz

Generalversammlung des Kreisverbandes Saarpfalz

In das Hotel „Hubertushof“ in Niederwürzbach hatte der Kreisvorstand die Mitglieder des SLLV-Kreisverbandes Saarpfalz zur Generalversammlung 2016 eingeladen.

Neben den erschienen Kolleginnen und Kollegen, darunter auch etliche Jubilare, konnte der Kreisvorsitzende Herbert Buhr auch die Landesvorsitzende Lisa Brausch, sowie den Ehrenkreisvorsitzenden und Landesgeschäftsführer Horst Heib begrüßen.

Eine schöne Tradition bei den Generalversammlungen der SLLV-Kreisverbände ist die Ehrung langjähriger Mitglieder. Auch in diesem Jahr galt es wieder eine Reihe von Jubilaren mit Präsent und Urkunde zu ehren.

25 Jahre Mitglied im SLLV sind Elisabeth Fox und Silke Grund. Auf 40 Jahre Mitgliedschaft können Erika Backes-Faller, Hans-Georg Brückner Walter Hepp, Käthe Liebermeister, Walter Sand und Anita Schmidt zurückblicken. 50 Jahre Mitglied sind Horst Heib, Christa Himbert, Marlene Kopping-Schild, Josef Oberinger und Heidi Schultz. Für 60 Jahre treue Unterstützung wurde Rainer Henrich geehrt. Die anwesenden Jubilare bekamen eine Urkunde und ein Präsent.

Ausführlich beleuchtete die Landesvorsitzende Lisa Brausch in ihrem Referat die derzeitige Schul- und Bildungspolitik im Saarland. Unverständnis zeigte die Landesvorsitzende für die Blockadehaltung der CDU bei der Rücknahme der Absenkung der Eingangsbesoldung für GrundschullehrerInnen. Dabei fehlten gerade im Grundschulbereich viele Lehrkräfte bzw. müssten zum Teil durch Lehrkräfte anderer Schulformen – mit manchmal noch nicht abgeschlossener Ausbildung –  ersetzte werden. Der SLLV fordert in diesem Zusammenhang nochmals die volle Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen.

Lisa Brausch prangerte auch noch einmal die mangelhafte Umsetzung der Inklusion an und die Forderung der SPD nach Abschaffung der Förderschulen.

Immer mehr Rückmeldungen über die hohe Arbeitsbelastung erreichten laut Brausch den Verband.. Obwohl von Seiten des Verbandes schon oft öffentlich und in Gesprächen darauf hingewiesen wurde, ist – außer der Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung in der Grundschule um eine halbe Stunde – immer noch nichts passiert. Der SLLV wird deshalb nochmals vor der Wahl in geeigneter Form darauf hinweisen.

Auch das Thema „Schulsekretärinnen“ stand auf der Agenda der Landesvorsitzenden. Hier wies Lisa Brausch noch einmal darauf hin, dass nicht das Land – wie vom Städte- und Gemeindetag propagiert -, sondern der Schulträger für die Finanzierung der Schulsekretärinnen zuständig sei.

Im neuen Klassenarbeitserlass bemängelte Lisa Brausch vor allem den hohen  Aufwand für die Dokumentation und die Information der Eltern im Bereich der Gemeinschaftsschule. Auch die Anzahl der geforderten Leistungsnachweise im Bereich der Gemeinschaftsschule sei nicht zu erbringen. Das Konzept müsse nachgebessert werden, so die Landesvorsitzende.

Ein weiterer Schwerpunkt im Referat der Landesvorsitzenden war das Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“. Der SLLV forderte die Ministerpräsidentin auf, die Initiative der Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft, betr. Strafverschärfung bei Gewalt gegen Lehrkräfte zu unterstützen. Prävention in der Schule könne kaum betrieben werden, da diese multiprofessionelle Teams erfordere, diese aber nicht da seien, so die Landesvorsitzende.

Aber auch von Erfolgen konnte Lisa Brausch berichten. An gebundenen Ganztagsgrundschulen, an belasteten Standorten und an Schulen mit einer Dépendance sollen nun Konrektorstellen eingeführt werden. Damit werde ein Teil der SLLV- Forderung erfüllt.  Allerdings müssen alle Schulen nach Auffassung des Verbandes mit einem Konrektor ausgestattet werden. Auch bei den „besonderen Verfügungsstunden“ habe das Ministerium Forderungen des SLLV berücksichtigt, indem eine Stunde für die Schulleitung festgeschrieben wurde. Dies ist allerdings noch lange nicht ausreichend.

Bei den Freistellungsmöglichkeiten bei Erkrankung  oder Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen habe der dbb  Verbesserungen erreicht, vergleichbar mit der Regelung bei Erkrankung eines Kindes.

Herbert Buhr ging zunächst auf die Mitgliederentwicklung im Kreisverband ein. Hier konnte er einen leicht gestiegenen Mitgliederbestand verkünden. „Dies ist erfreulich, dennoch bleiben wir alle aufgefordert, neue Mitglieder für den SLLV zu gewinnen und das geht nur mit persönlicher Ansprache“, stellte der Kreisvorsitzende fest.

Im Mittelpunkt der Kreisvorstandssitzungen im ablaufenden Jahr stand die Diskussion aktueller Fragen zur Bildungspolitik und die Organisation der Veranstaltungen im Kreisverband.

Dies waren im vergangenen Jahr.

  • die Personalräteschulung zusammen mit dem Kv Saarbrücken
  • die Besichtigung des saarländischen Rundfunks,
  • die Besichtigung des saarländischen Landtags
  • eine Kanutour auf der Blies
  • die Besichtigung des „Globus“ in Einöd.

Für 2017 kündigte Herbert Buhr weitere Aktivitäten des Kreisverbandes an: die Studienfahrt nach Dresden, eine Heilkräuterwanderung, eine Konzert-Veranstaltung, die Besichtigung eines Bauernhofes und eine kulinarische Führung durch die Saarbrücker Altstadt.

Der Kreisvorsitzende wies auch darauf hin, dass mehrere Mitglieder des Kreisvorstandes im Landesvorstand und in den Hauptpersonalräten an vorderster Front arbeiten und sich für die Belange der Kolleginnen und Kollegen einsetzten. Dazu Buhr: „Wir tun dies alle sehr gerne und mit großem Engagement. Das geht aber nur, wenn wir weiter Ihre Unterstützung haben. Um diese Unterstützung bitte ich Sie auch für die Zukunft ganz herzlich!“

Für den Kreisvorsitzenden Herbert Buhr war dies sein letzter Bericht  als Kreisvorsitzender. Dazu Herbert Buhr: „Nach insgesamt 24 Jahren Vorstandsarbeit, davon 8 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und 8 Jahre als Vorsitzender sollte es genug sein“. Der scheidende Kreisvorsitzende dankte den Kolleginnen und Kollegen im Kreisvorstand für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung in den vergangenen Jahren. „Ich konnte mich auf mein Team  immer verlassen“, betonte Herbert Buhr.

Sozusagen als „letzte Amtshandlung“ verabschiedete Herbert Buhr die ebenfalls aus dem Kreisvorstand ausscheidenden Mitglieder Ruth Steinbach und Horst Heib. Ruth Steinbach arbeitete viele Jahre im Kreisvorstand, zuletzt als Beisitzerin, zuvor  als stellvertretende Kreisvorsitzende und Referentin für die Gemeinschaftsschule mit. Horst Heib stellte seine Erfahrung auch nach seiner Ernennung zum Ehrenvorsitzenden noch 8 Jahre als Beisitzer dem Kreisvorstand zur Verfügung. Als Dankeschön erhielten beide ein Präsent.

Die stellvertretende Kreisvorsitzende Michaela Günther würdigte in ihrer Rede die Arbeit von Herbert Buhr (siehe dazu der gesonderte Artikel)

Die Neuwahlen unter der Leitung der Landesvorsitzenden brachte folgendes Ergebnis:

Vorsitzende:                     Judith Lacher

Stellv. Vorsitzenden:   Nadine Müller und Teresa Jochum

Schatzmeisterin:         Julia Leis

Schriftführerin:           Petra Kirschhock

Beisitzer:                    Corinna Dort, Michaela Günther, Wolfgang Jochum, Herbert Buhr.

Zu Kassenprüfern wurden Klaus Jürgen und Rita Hengesbach gewählt.

Die Generalversammlung bestimmte auch die Delegierten für die kommende Vertreterversammlung. Gewählt wurden: Joachim Bauer, Herbert Buhr, Beate Feß, Heiner Fickinger, Stefan Friderich, Michaela Günther, Horst Heib, Rita Hengesbach, Wolfgang Jochum, Petra Kirschhock, Judith Lacher, Nadine Müller, Teresa Jochum, Julia Leis, Corinna Dort, Lena Erbelding, Eva Zutter,, Zwing Stefanie, Priska Nehlig, Ruth Steinbach, Jürgen Klaus

In ihrem Schlusswort bedankte sich die neue Kreisvorsitzende für  das entgegengebrachte Vertrauen. Wie immer waren die Anwesenden zu einem kleinen Umtrunk mit Imbiss eingeladen.